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Alle reden von Industrie 4.0

„Alle reden von Industrie 4.0 – Aber keiner weiß wirklich, was die betroffenen Unternehmen und Experten darüber denken“,

sagt Diplom Psychologe Christian Manzei, CEO der Think Company Ltd. in Willich. Um ein reelles Bild der Lage wiederzugeben, befragte die Think Company im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem VDE Verlag 122 Unternehmen: 80 Automatisierer, sowie 42 Maschinenbauer und Endkunden gaben umfangreiches Feedback rund um das Thema Industrie 4.0. Die Befragung wurde via Telefon und Internet durchgeführt und umfasste 25 Fragen.

Die zukünftigen Trends im Fertigungsbereich sehen die Befragten mit absteigender Relevanz in der schnelleren Anpassung der Produktion an unterschiedliche Produktvarianten, die Information über den aktuellen Status aller Produktionsbereiche in Echtzeit, die kurzfristige Anpassung der Kapazitäten an Marktschwankungen und den Einsatz mobiler Endgeräte zur schnellen Erfassung und Weiterbearbeitung von Produktionsdaten. Weniger relevant eingestufte Trends sind die unmittelbare Rückkopplung von Nachfragedaten an die Produktionssteuerung, der flexible Einsatz von Produktionsmitarbeitern für unterschiedliche Aufgaben und der Einsatz sich selbst organisierender Systeme zur Entlastung von Routineaufgaben.

Außerdem wurden die Teilnehmer der Umfrage um ihre Einschätzung zu vorgegebenen Statements gebeten. Drei von ihnen enthielten eine positive Kernaussage zum Thema Industrie 4.0, drei weitere eine negative. Die positiven Aussagen erhielten überwiegende Zustimmung, die negativen eher Ablehnung. Folglich wird der Trend der Industrie 4.0 von den Befragten als positiv und für die Zukunft erfolgsversprechend eingestuft.

Als größte Herausforderungen im Projekt Industrie 4.0 sahen die Maschinenbauer und Endkunden mit circa 80 Prozent die standardisierten Datenschnittstellen zwischen Marktverwaltung und Fertigung, die Automatisierer mit 60 Prozent die Datensicherheit und Qualität bei Nutzung unterschiedlicher externer Quellen. Auf den zweiten Rang wählten alle Befragten die Beherrschung der Komplexität der Datenströme (Big Data). Den dritten Platz belegt für die Maschinenbauer mit 30 Prozent die lückenlose Dokumentation der einzelnen Projektschritte, für die Automatisierer mit zehn Prozent die schnellere Umsetzung der Automatisierungslösungen.

Beim Festlegen der Treiber der Industrie 4.0 Projekten sind sich die Befragten weitestgehend einig – es besteht bei allen Fragen eine Differenz von weniger als zehn Prozent. Die Teilnehmer legten mit circa 60 Prozent die flexiblere Anpassung der Produktion an die Nachfrage als Treiber fest. 50 Prozent nennen als Treiber die verkürzten Produktionseinheiten und die einfachere Realisierung kundenindividueller Produkte. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Teilnehmer den Prozess der Industrie 4.0 als zunehmend relevanter und zukunftsversprechend einstufen.

 

Bedeutung von Industrie 4.0 im Bereich ...

 

Bedeutung von Industrie 4.0 im eigenen Unternehmen

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