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Cyber Physical Systems – Konzepte für Industrie 4.0

Lena Weigelin über Cyber Physical Systems auf dem Symposium Industrie 4.0 konkret in Köln

Die Initiative Industrie 4.0 wurde vor fünf Jahren von der Bundesregierung und den Verbänden BITKOM, VDMA und ZVEI ins Leben gerufen. Seit dem wurden viele Konzepte diskutiert. Die Message konnte bei Einigen angebracht werden, Wenige haben sich bereits auf den Weg gemacht. Jedes zweite Unternehmen hat Zweifel an der Umsetzung, 85 Prozent haben keine Berührungspunkte mit Industrie 4.0. Um das zu ändern wird Nordrhein-Westfalen konkret. Seit 2013 bauen Fachgruppen der 2014 online gegangenen Innovationsplatform CPS.HUB NRW Spezialkompetenzen im Bereich Cyber Physical Systems kurz CPS auf. Eine konkrete Definition von Cyber Physical Systems ist wegen der Komplexität und Variantenvielfalt dieser Systeme umständlich. Sehr vereinfacht gesprochen, werden reale Objekte und Prozesse mit informationsverarbeitenden Objekten und Prozessen über offene Informationsnetze global verknüpft.

Wegen der Komplexität solcher weltweit miteinander verbundenen Systeme hat der CPS.HUB NRW seine Bemühungen auf acht Fachgruppen aufgeteilt – Software, Kommunikationsnetze, Cybernetics and Robotics, IKT und Energienetze, Cyber Physical Systems in der Produktionspraxis, Cyber Physical Devices, Cloud Computing und der Aktivator für eine größere Akzeptanz Cyper Physical Security. Die Expertise dieser letztgenannten Arbeitsgemeinschaft hat die zukünftige Sicherheit von bisher abgeschotteten Produktionsanlagen im Blick. Der Fokus liegt auf eingebetteter Sicherheit, Softwaresicherheit, Systemsicherheit und Datenschutz. Somit soll ein umfassendes Sicherheitskonzept entstehen. Dieses ist auch notwendig.

Lena Weigelin, Clustermanagement IKT.NRW, stellte am 18. Juni die Kooperationsmöglichkeiten und Angebote des CPS.HUB NRW im Rahmen des Symposiums „Industrie 4.0 konkret“ an der Rheinischen Fachhochschule Köln vor. Nach Weigelin ist die IT-Sicherheit das größte Hemmnis, um in Nordrhein-Westfalen die weltweit vernetzte Produktion attraktiv zu machen. Weitere „Stolpersteine“ sind noch fehlendes Know-How und fehlende Fachkräfte. Außerdem gibt es ungelöste Probleme bei der Arbeitsplatzgestaltung. Der Arbeitsschutz, bei der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, birgt komplexe Fragestellungen. All diese Punkte verdichten sich laut Weigelin zu einer unangenehmen Situation gerade für den Mittelstand, der mit Umbruchsituationen generell zu kämpfen hat.

Drei Fragen an Lena Weigelin

Weigelin fasste zum Ende ihres Vortrags die Zielsetzung des Cyber Physical Systems Plattform CPS.HUB NRW zusammen: Weiterentwicklung technischer Fragestellungen, Entwicklung eines ganzheitlichen Ansatzes, Innovationen in Basistechnologien und Vernetzung von anwendenden Branchen.

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