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Der Iran kann wieder

Berlin – Nach Jahren der Funkstille und dem Handelsembargo zwischen Europa, den USA und dem Iran, öffnet der Markt für den Export wieder teilweise. Der arabische Staat ist attraktiv für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Er bietet mit einer jungen Bevölkerung, einer großen Nachfrage im Bereich Technologie und einer stetig wachsenden Industrie beste Rahmenbedingungen. Die Eröffnung des iranischen Marktes birgt aber auch Risiken, die vor allem die europäischen Banken zögern lassen.

Klaus Friedrich, Referent für die Exportkontrolle und Iran beim VDMA, im Bereich Außenwirtschaft, wies zudem auf den teuren Geldfluss für die Iraner, einen möglichen politischen ,,Snap-Back-Effekt“ sowie die nicht vorhandene iranische Wirtschaftspolitik hin. Ulrich Ackermann, Leiter des Bereichs VDMA Außenwirtschaft, forderte dementsprechend die Banken auf, ihre Finanzpolitik für Geschäfte im Iran zu verbessern, um Investitionen zu ermöglichen. Aber auch die Unternehmen müssen jetzt die bürokratischen Formalitäten sorgfältig erledigen, betonte Friedrich. Diese umfassen unter anderem die Zollvorgabe und die Exportkontrolle.

Der VDMA erwartet den sogenannten Implementation Day zwischen Anfang und Mitte 2016. Ab dann sind Exporte und der Technologietransfer zwischen Deutschland und dem Iran wieder möglich.

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