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Investitionen in Deutschland – Der Motor stockt

Investitionen sind der Motor für den Weg zur Industrie 4.0. Doch diese sind in Deutschland stetig rückläufig. Investoren und Banken sind vorsichtiger geworden, stellen Experten beim Maschinenbaugipfel fest.

In Deutschland mangelt es nicht an Geld, schon gar nicht in der Maschinenbaubranche. Doch das Geld läge einfach so im Bankensystem herum, klagt Prof. Gustav A. Horn Makroökonom der Hans-Böckler-Stiftung. Denn: Unsicherheit hat sich bei den Banken breit gemacht. Bertram Kawlath, Geschäftsführer der Schubert & Salzer GmbH in Ingolstadt erklärt, es sei selbst für etablierte Unternehmen schon fast unmöglich geworden, Kredite für verhältnismäßig kleine Investitionen wie zum Beispiel 3D-Drucker zu bekommen. Pioniere und junge Unternehmer haben es dann besonders schwer. Aber gerade diesen frischen Wind braucht der deutsche Maschinenbau. Ohne sie bleibt nur der „konservative deutsche Maschinenbauer“, so Kawlath. Investitionen sind dann Fehlanzeige.

Die Experten sehen zudem die Politik in der Verantwortung. Gerade in Zeiten von Krisen oder schwächelnder Konjunktur brauche es öffentliche Investitionen, um dem entgegenzuwirken. Außerdem müsse man, so fordert Prof. Niklas Potrafke, vom IFO Institut der LMU München, die steuerliche Diskriminierung von Familienunternehmen und jungen innovativen Unternehmen aus der Welt schaffen, um private Investitionen zu begünstigen.

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