Technikjournalisten bloggen

VR-Lösungen durch Startups wie der TruPhysics GmbH

„Wir rütteln potenzielle Kunden durch unsere innovativen Ideen wach“, so Albert Groz des Startups TruPhysics auf dem diesjährigen Maschinenbaugipfel 2017. Wie er das macht, erläutert Albert Groz, Mitbegründer der Firma, im Interview.

Albert Groz ist Mitbegründer des 2015 ins Leben gerufenen Spinoffs aus Stuttgart. Seit zwei Jahren unterstützt er das Unternehmen tatkräftig an allen Enden. Die Firma nimmt neben der Forschung im Bereich Machine Learning und Robotik auch Anlagen selbst in Betrieb. Gerade für diesen Bereich hat es sich die Firma zur Aufgabe gemacht VR-Lösungen zu entwickeln. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden findet TruPhysics vielversprechende Lösungen.

 

Ihr Unternehmen gibt es jetzt seit 3 Jahren und Sie sind heute das erste Mal auf dem Maschinenbaugipfel. Was erhoffen Sie sich von Veranstaltungen wie dem Maschinenbaugipfel?

Wir erhoffen uns, dass was tatsächlich schon eingetreten ist. Wir versuchen neue Führungspersonen und Persönlichkeiten kennenzulernen. Wir haben uns heute auch schon mit solchen ausgetauscht. Wir wollen Kontakte knüpfen und Feedback zu unseren Produkten – was man besser machen kann oder schon gut ist. Gerade für Startups ist es sehr wichtig vom Kunden Feedback zu erhalten, um marktorientiert die Lösung zu erhalten.

Was denken Sie können in wir in Zukunft in Bezug auf Maschine Learning erwarten, worauf wollen sie eingehen und was wollen sie davon erfüllen?

 

In Maschine Learning haben wir die Vision, dass die Roboter viel intelligenter werden als sie jetzt sind. Im Moment müssen Roboter intensiv von Hand programmiert werden und arbeiten regelbasiert. Unsere Vision ist es, dass Roboter auch individuelle Situationen beherrschen, indem sie vorher in unserer physikbasierten Trainingsumgebung trainieren. Ähnlich wie ein Sportler. Umso besser das Training, desto besser die Ergebnisse. Das ist unser Ziel im Bereich Servicerobotik, aber auch in der Industrierobotik. Wir denken da sowohl an Restaurants als auch an Altenpflege.

 

Albert Groz führt die VR-Applikation seiner Firma TruPhysics vor. (Foto: Lea Otte).

Albert Groz führt die VR-Applikation seiner Firma TruPhysics vor. (Foto: Lea Otte).

 

Denken Sie, Sie sind hier eher Trendsetter oder folgen Sie dem Trend der Industrie?

Das ist tatsächlich unsere Schwierigkeit, dass fast alle Produkte die wir haben so innovativ sind, dass eventuell der ein oder andere große Konzern dazu ein Konzept erstellt. Deswegen sind wir auch hier, denn dadurch das wir so innovativ sind, schauen wir natürlich, dass wir die potenziellen Kunden jetzt schon wachrütteln für Morgen. Sich darauf auszuruhen das Siemens irgendwann mal die Leute wachrüttelt, würde uns zu lange dauern.

Jetzt haben sie ja schon sehr gut erklärt wie Machine Learning funktioniert. Denken Sie, dass diese Richtung der Industrie den Menschen ihre Entscheidungsgewalt nimmt?

Wir hatten vorher schon vom Übersetzungsdienst, der besser übersetzen kann als ein normaler Dolmetscher, gesprochen.  Da wird es sicherlich punktuell Lösungen geben, wahrscheinlich auch in der Robotik. Ich mache mir auch ein bisschen Sorgen, gerade was diejenigen angeht, die nicht sich selbst weiterentwickeln und nur vor dem Fernseher sitzen und das Leben genießen und sich ausruhen. Für die wird es wahrscheinlich sehr schwer, deswegen appelliere ich auch an alle, dass man sich selbst antreibt und sich weiterentwickelt. Anders werden wir das mit den Machine Learning-Algorithmen wahrscheinlich nicht meistern.

Dann bedanke ich mich recht herzlich für das nette Gespräch.