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Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Und wo Maschinen arbeiten?

logo_tj-industrie-40Weniger Fehler in der vernetzten Produktion 

Ein Fehler kann viel Geld kosten, z.B. bei einer Rückrufaktion in der Lebensmittelindustrie. Klemens von Betteray, stellvertretender Präsident von der CSB-System AG in Geilenkirchen, erzählt: „Ein Fleischskandal der durch einen Fehler in der Produktion entsteht, kann von 500 000 bis zu 5 Millionen kosten.“ Natürlich kann einem Mitarbeiter ein Fehler unterlaufen, Maschinen aber auch. Deshalb kontrollieren Mitarbeiter, in den Firmen bei denen Industrie 4.0 schon in vollem Gang ist, über vernetzte Handy die Sensoren der Maschinen. Die Mitarbeiter einer vernetzten Firma müssen die Sensorik überwachen und auf den ersten Blick Fehlerstellen entdecken. Die Firma CEO Brockhaus Consulting in Wiesbaden hat eine Technik für das Handy entwickelt, um die Maschinen zu überwachen.

 

Matthias Bohnen berichtet bei dem Symposium „Industrie 4.0“ in Köln: „Die Integration mobiler Endgeräte dient der Steuerung und Überwachung der Anlagen. Eine Lokalisierung ist wichtig für Unternehmen, was durch billige Hardware gelöst werden kann.“ Die Sicherheitstechnik ist dadurch nicht abgedeckt. Weiterhin werden Lichtschranken an den Maschinen für das Anhalten im Notfall sorgen. MQTT, dass Message Queue Telemetry Transport, ist ein offenes Nachrichten-Protokoll für Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M), das die Übertragung von Telemetrie-Daten in Form von Nachrichten zwischen Geräten ermöglicht, trotz hoher Verzögerungen oder beschränkten Netzwerken. Entsprechende Geräte reichen von Sensoren und Aktoren, Mobiltelefonen, eingebetteten Systemen in Fahrzeugen oder Laptops bis zu voll entwickelten Rechnern. Später können Unternehmen die Daten der Sensoren speichern und auswerten. Auf den Endgeräte kann z.B. die Cassandra Cloud oder die Amazon EC2 installiert werden, um die Daten zu verwalten. Es handelt ist dabei um einen externen Speicherort, bei dem keine Zahlen verloren gehen und später für Auswertmechanismen zur Verfügung stehen.

Ein Folienhersteller der Kunde bei uns ist, muss regelmäßig die Dichte und Oberflächenbeschichtung in der Folienproduktion kontrollieren. Das macht ein Mitarbeiter und zusätzlich ein Sensor. Eigentlich doppelte Arbeit“, erzählt Bohnen. Menschen können sich auf Maschinen verlassen, wo früher Fehler passierten, sind sie heute so gut wie ausgeschlossen. „In Offshore-Windparks sind mittlerweile Geräte angebracht, die frühzeitig Fehlermeldung bei Veränderungen aufzeigen. Wo früher erst eingegriffen werden konnte, als die Störung sichtbar wurde, können Sensoren heute rechtzeitig Meldungen abgeben, um sofort reagieren zu könne“, so Bohnen.

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